Snippets "Skild"
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Talu versuchte, einen klaren Gedanken zufassen, doch es war ihm nicht möglich. Die Niederlage war so niederschmetternd, dass alles vor seinen Augen verschwamm.
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Die Hoffnung erlosch, als Arvid den Blick senkte und sich zurückzog. Und die Tür leise hinter sich schloss.
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Der Daprinzeps sah ihn lange starr an und begann plötzlich, verzweifelt zu schluchzen. Talu war so überrascht, dass er nicht wusste, wie er sich verhalten sollte. Arvid war immer überheblich, selbstsicher und arrogant. Nun sah er aus, als bräche seine Seele.
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Es war warm und flackerte, als breite es die Arme aus. So warm. Talu fror. Er zitterte. Es war so einladend, er könnte sich einfach einen Moment wärmen, nur einen Moment …
Doch er wusste, würde er sich setzen, würde er nicht mehr aufstehen.
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Langsam, eines nach dem anderen, stellten sich die Haare entlang Talus Wirbelsäule auf, als er seinem Bruder nachsah .
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Snippets "Weg aus Sand"
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Ich halte die Augen fest geschlossen. Wenn ich sie öffne, werde ich all die Männer und Frauen sehen, die um mich herum kauern. Ich spüre ihren Atem, höre ihre unterdrückten Klagen und auch dieses schreckliche Geräusch, das Klicken der Ketten, an die wir uns fortan gewöhnen müssen.
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"Es ist nichts, Eden. Es ist nicht schlimm."
Ich nicke, aber die Scham, die mich überkommt, zwingt mich, meine Augen wieder zu schließen. Ich spüre noch seine Zunge, ich habe noch seinen Geschmack im Mund.
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"Was machst du?"
"Ich sitze hier, warte und genieße die Sonne auf meinen Armen."
"Aber ... Eden, wie kannst du die Sonne auf deinen Armen spüren, wenn du in der schattigsten Ecke sitzt?"
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Er ist so zornig, dass seine Stimme bebt. Seine Haare hängen verschwitzt in sein Gesicht.
Das kann ich unglaublich gut, Leute wütend machen.
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In einer sanften Bewegung unendlicher Anmut gleitet sie auf den Boden und bleibt bewegungslos vor meinen Füßen liegen. Meine Hand hält nicht mehr die ihre.
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Manchmal ist es besser, Dinge im Dunkeln zu belassen. Wenn das Paradies gemeinsam schöner erscheint, so teilt man die Erfahrungen aus der Hölle besser nicht - am wenigsten mit denen, die wir lieben.
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Snippets "Strand aus Stein"
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Dann beugt Erwan sich zu mir hinunter und flüstert mir ins Ohr:
"Glaube mir, Eden, er wird es bereuen, gekommen zu sein. Er wird es bereuen, mit dir befreundet zu sein."
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Du solltest nicht die Götter bitten, sie hören dich nicht. Nur ich höre dich. Nur ich bin noch hier.
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Stille legt sich über den Abgrund, die letzten Wirbel des Nebels lösen sich auf. Erwan ist fort, er kehrt nicht zurück.
Ich drehe mich zu Amal. Dieser steht lächelnd da, nur ein wenig Blut läuft ihm aus dem Mundwinkel.
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Ich sehe ihn noch vor mir, wie er auf der Kante des Bettes sitzt, ein gebrochener Mann.
Gebrochen von mir. Ich bin es, ich ziehe ihn mit mir in den Abgrund.
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"Erkennst du es wieder? Du kannst hier noch so arrogant eintreten. Du und ich, wir wissen, wie jämmerlich du doch eigentlich bist."
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"Auch der Herrscher von Forsandror kann nicht alles.", flüstere ich ihm zu.
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Snippets Band 3
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Angst ist etwas Wunderbares. Sie lähmt. Und sie verleiht Macht.
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"Komm, Kind, fürchte dich nicht."
Da ich nicht weiß, was ich sonst tun könnte, folge ich ihm und fürchte mich nicht.
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Schließlich wird es ganz still um mich und in mir.
So unfassbar still.
Als stünde ich allein in einer weiten Halle.
Ganz langsam richte ich mich auf.
"Zurück", ruft Erwan, "alle weg, bringt euch in Sicherheit!"
Er kennt mich wirklich gut.
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Unter den hellen Kutten verbergen sich Wächter, und ich weiß, dass sie diesmal nicht lächeln.
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"Oh, wie wundervoll, dann bist du jetzt eine Prinzessin? Werdet ihr heiraten? Bist du dann Königin?"
Jede Frage ist ein Stich in mein Herz.
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Meine bernsteinfarbenen Augen mustern mein Spiegelbild. In ihnen sehe ich etwas Verlorenes. Und etwas sehr Dunkles. Ich blinzle und wende den Blick ab, denn ich fürchte mich vor der Wahrheit.
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